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	<title>Kommentare fuer Was ist ein Autor ?</title>
	<link>http://www.marcelfrank.de</link>
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	<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 22:02:53 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Identität und Alterität von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=11#comment-9</link>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2006 14:47:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=11#comment-9</guid>
					<description>eigentlich sollte ich jetzt etwas zu: video, ergo sum- schreiben, aber ich springe stattdessen hierher, die verbilderte pornographie kann warten. --- dies hier: me gustas, me gustas, und nie hätte ich es gefunden, nie es lesen können, wenn Du es nicht hierhergestellt  hättest. DANKE! ein zitat aus einem alten buch, un libro de un tipo que antes no hubiera visto en el mundo - una novela, und zeitweise auf den listen der inquisition. und hat doch überlebt bis heute und spricht noch, so wie auch Lazarillo immer wieder ersteht und am ende seiner reisen sein wird un sobreviviente: „con fuerza y mana remando salieron a buen puerto.“ prosperaba.

ich habe keine lust, etwas kluges zu: Identität und Alterität- zu sagen (natürlich, in dem text steckt viel dazu drin). weißt du, das würde mich nur stören jetzt, bei der betrachtung des zitats. der text ist so stark, so in sich ruhend, daß ich ihn wie ein bild anschauen will: altes, von der zeit gedunkeltes bild in einem polierten holzrahmen, nicht zu groß, stille weiche farben, braun- und ockertöne. angedeutet sehe ich den raum der casilla, wo sie wohnen, das ist der hintergrund, da sind sie hineingestellt: der knabe Lazarillo im vordergrund in der mitte, links die mutter, sitzend, mit dem  kleinen negrito, der sich in ihre groben braunen röcke drückt und hinüberspäht zu dem hombre moreno am rechten bildrand. jede figur ein eigenes, und doch unsichtbar alle miteinander verknüpft, und je straffer die bande sich spannen zwischen ihnen, desto eigener wird wiederum jedes.
Lazarillo hat einen hellen kittel an und um seinen kopf ein helles tuch gewickelt wie einen turban, und kittel und turban leuchten aus dem bild heraus, und er schaut nach vorne, zu mir, die ich in das bild hinein schaue, und so sehen wir uns an, über die jahrhunderte hinweg. da plötzlich bemerke ich, daß hinter Lazarillo noch jemand steht, eine fünfte gestalt, fast verschmolzen mit dem dunklen hintergrund, ein schemen nur, hineingewoben in das bild, und doch kann ich erkennen: dieser fünfte hält den arm ausgestreckt, und seine rechte hand läßt er auf Lazarillos rechter schulter ruhen. er, der unbekannte, ist es, der dem zehn- oder zwölfjährigen jungen die worte gibt: &quot;...que huyen de otros porque no se ven a si mismos!&quot;
aber wo - wo bist DU? in dem bild drinnen irgendwo, in einer der figuren, in allen? oder stehst Du vor dem bild und schaust hinein wie ich? und warum, warum gerade jetzt gerade dieses zitat? --- immer fragt sie so ... verzeih. --- a luego. yiemas.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>eigentlich sollte ich jetzt etwas zu: video, ergo sum- schreiben, aber ich springe stattdessen hierher, die verbilderte pornographie kann warten. &#8212; dies hier: me gustas, me gustas, und nie hätte ich es gefunden, nie es lesen können, wenn Du es nicht hierhergestellt  hättest. DANKE! ein zitat aus einem alten buch, un libro de un tipo que antes no hubiera visto en el mundo - una novela, und zeitweise auf den listen der inquisition. und hat doch überlebt bis heute und spricht noch, so wie auch Lazarillo immer wieder ersteht und am ende seiner reisen sein wird un sobreviviente: „con fuerza y mana remando salieron a buen puerto.“ prosperaba.</p>
<p>ich habe keine lust, etwas kluges zu: Identität und Alterität- zu sagen (natürlich, in dem text steckt viel dazu drin). weißt du, das würde mich nur stören jetzt, bei der betrachtung des zitats. der text ist so stark, so in sich ruhend, daß ich ihn wie ein bild anschauen will: altes, von der zeit gedunkeltes bild in einem polierten holzrahmen, nicht zu groß, stille weiche farben, braun- und ockertöne. angedeutet sehe ich den raum der casilla, wo sie wohnen, das ist der hintergrund, da sind sie hineingestellt: der knabe Lazarillo im vordergrund in der mitte, links die mutter, sitzend, mit dem  kleinen negrito, der sich in ihre groben braunen röcke drückt und hinüberspäht zu dem hombre moreno am rechten bildrand. jede figur ein eigenes, und doch unsichtbar alle miteinander verknüpft, und je straffer die bande sich spannen zwischen ihnen, desto eigener wird wiederum jedes.<br />
Lazarillo hat einen hellen kittel an und um seinen kopf ein helles tuch gewickelt wie einen turban, und kittel und turban leuchten aus dem bild heraus, und er schaut nach vorne, zu mir, die ich in das bild hinein schaue, und so sehen wir uns an, über die jahrhunderte hinweg. da plötzlich bemerke ich, daß hinter Lazarillo noch jemand steht, eine fünfte gestalt, fast verschmolzen mit dem dunklen hintergrund, ein schemen nur, hineingewoben in das bild, und doch kann ich erkennen: dieser fünfte hält den arm ausgestreckt, und seine rechte hand läßt er auf Lazarillos rechter schulter ruhen. er, der unbekannte, ist es, der dem zehn- oder zwölfjährigen jungen die worte gibt: &#8220;&#8230;que huyen de otros porque no se ven a si mismos!&#8221;<br />
aber wo - wo bist DU? in dem bild drinnen irgendwo, in einer der figuren, in allen? oder stehst Du vor dem bild und schaust hinein wie ich? und warum, warum gerade jetzt gerade dieses zitat? &#8212; immer fragt sie so &#8230; verzeih. &#8212; a luego. yiemas.
</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Du bist Deutschland von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=9#comment-8</link>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2006 22:54:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=9#comment-8</guid>
					<description>(versuch eines SEHR komprimierten kommentars.) Ich denke so: Dieses Zitat ist ein scharfes kleines Messerchen, welches eine unerwartet tiefe, brennende Wunde in den Zivilisationskörper der Metropolen ritzt, eine Wunde, die leicht zum [Thema] &quot;Tod&quot; [hin-]führen kann. Das Kollektiv ist verloren. Ohne Kollektiv keine Fiesta - also: keine Möglichkeit für den einzelnen Menschen, seine individuelle Einsamkeit, sein Abgespaltensein, im-eigenen-Leben-gefangen-sein zumindest punktuell zu überwinden. Keine Möglichkeit, die Alltagswelt kurzfristig wegzuschieben, die Hierarchie der Spaltungen aufzuheben und sich mit einem tragfähigen, zusammen-haltenden Nähr-Boden zu verbinden. Keine Möglichkeit, die Grenzen des eigenen Ich zu überschreiten, keine Erlösung von der Angst vor dem individuellen Tod! Also wäre das die Aufgabe: den Rausch neu erfinden, die Transzendenz, die [Ich-]Grenz[en]überschreitung, die zeitweilige Aufhebung der Zeit - jetzt, neu, hier. jetzt? wie? wo? --- (diese da fällt mir grade noch ein: Teresa Margolles, Mexico City. muerte sin fin. - yema)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(versuch eines SEHR komprimierten kommentars.) Ich denke so: Dieses Zitat ist ein scharfes kleines Messerchen, welches eine unerwartet tiefe, brennende Wunde in den Zivilisationskörper der Metropolen ritzt, eine Wunde, die leicht zum [Thema] &#8220;Tod&#8221; [hin-]führen kann. Das Kollektiv ist verloren. Ohne Kollektiv keine Fiesta - also: keine Möglichkeit für den einzelnen Menschen, seine individuelle Einsamkeit, sein Abgespaltensein, im-eigenen-Leben-gefangen-sein zumindest punktuell zu überwinden. Keine Möglichkeit, die Alltagswelt kurzfristig wegzuschieben, die Hierarchie der Spaltungen aufzuheben und sich mit einem tragfähigen, zusammen-haltenden Nähr-Boden zu verbinden. Keine Möglichkeit, die Grenzen des eigenen Ich zu überschreiten, keine Erlösung von der Angst vor dem individuellen Tod! Also wäre das die Aufgabe: den Rausch neu erfinden, die Transzendenz, die [Ich-]Grenz[en]überschreitung, die zeitweilige Aufhebung der Zeit - jetzt, neu, hier. jetzt? wie? wo? &#8212; (diese da fällt mir grade noch ein: Teresa Margolles, Mexico City. muerte sin fin. - yema)
</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Equi-NP-Tilgung von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=6#comment-7</link>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2006 21:35:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=6#comment-7</guid>
					<description>Rom. Nachtstück für 2 Personen. Beide allein unterwegs. Thema: Bewegung auf der Straße. Umgang mit Pferdestärken.
3 Ansätze (wirklich nur shorties).
[1] 2 Männer: Fußgänger (Sprecher) + Autofahrer. 2 verschiedene Personen. Konfliktpotential. Rivalität. Revierkampf. Ödipale Verstrickung. Positionswechselwunsch. Tilgungswunsch.
[2] Fußgänger + Autofahrer: 2 Verhaltensmöglichkeiten/Aspekte 1 einzigen männlichen Person/Psyche. Ambivalenz. Rollenkrise. Identitätskrise. Tilgungswunsch?Aufgabe: Integration der Polaritäten durch „Ichkraft“.
[3] 1 Frau: Fußgängerin + 1 Mann: Autofahrer. 2 verschiedene Personen. Ja, soll er doch verrecken in seiner geschrotteten Karre allein am Straßenrand (Tilgung). 
Wenn die Szene ein Schnappschuß ist: Wer hält das Bild in der Hand? Und was sieht/denkt der Betrachter? yy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rom. Nachtstück für 2 Personen. Beide allein unterwegs. Thema: Bewegung auf der Straße. Umgang mit Pferdestärken.<br />
3 Ansätze (wirklich nur shorties).<br />
[1] 2 Männer: Fußgänger (Sprecher) + Autofahrer. 2 verschiedene Personen. Konfliktpotential. Rivalität. Revierkampf. Ödipale Verstrickung. Positionswechselwunsch. Tilgungswunsch.<br />
[2] Fußgänger + Autofahrer: 2 Verhaltensmöglichkeiten/Aspekte 1 einzigen männlichen Person/Psyche. Ambivalenz. Rollenkrise. Identitätskrise. Tilgungswunsch?Aufgabe: Integration der Polaritäten durch „Ichkraft“.<br />
[3] 1 Frau: Fußgängerin + 1 Mann: Autofahrer. 2 verschiedene Personen. Ja, soll er doch verrecken in seiner geschrotteten Karre allein am Straßenrand (Tilgung).<br />
Wenn die Szene ein Schnappschuß ist: Wer hält das Bild in der Hand? Und was sieht/denkt der Betrachter? yy
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu mise en abyme von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=7#comment-6</link>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2006 22:12:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=7#comment-6</guid>
					<description>&quot;... hatte ich einen Fehler nicht begangen: Nicht am ersten Tag gleich die port. Ausgabe zu kaufen, am Flughafen, 23 min. nach Landung und diesen Wälzer in Großschrift mitzuschleppen, in einem 35 L - Rucksack, vier Wochen, nackenbeschwert. So, im Nordosten, bei 23 Grad, irgendwie allein, sehr allein, mit diesem Text, das ist  (...) &quot;in der Fiktion sein&quot;. Selbstfiktion. Sehr roman(t)isch (bei +t aber ohne Einswerden mit etw., stattdessen: &quot;humaner Gefrierpunkt&quot;). Don Quijote. Aber gebogen in den Alltag (Hilfsbuchhalter), da steht er, im Kontor und hat zwei Stapel, der eine, das biedere &quot;aktuell&quot;, der andere, die Aufzeichnungen.&quot; 
kurze Sequenz aus dem Dialogprojekt &quot;two voices on(e)line&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;&#8230; hatte ich einen Fehler nicht begangen: Nicht am ersten Tag gleich die port. Ausgabe zu kaufen, am Flughafen, 23 min. nach Landung und diesen Wälzer in Großschrift mitzuschleppen, in einem 35 L - Rucksack, vier Wochen, nackenbeschwert. So, im Nordosten, bei 23 Grad, irgendwie allein, sehr allein, mit diesem Text, das ist  (&#8230;) &#8220;in der Fiktion sein&#8221;. Selbstfiktion. Sehr roman(t)isch (bei +t aber ohne Einswerden mit etw., stattdessen: &#8220;humaner Gefrierpunkt&#8221;). Don Quijote. Aber gebogen in den Alltag (Hilfsbuchhalter), da steht er, im Kontor und hat zwei Stapel, der eine, das biedere &#8220;aktuell&#8221;, der andere, die Aufzeichnungen.&#8221;<br />
kurze Sequenz aus dem Dialogprojekt &#8220;two voices on(e)line&#8221;
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kurzanleitung f&#38;amp;amp;uuml;r Alltagsmythendeschifr&#38;amp;amp;ouml;hre von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=5#comment-5</link>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 22:27:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=5#comment-5</guid>
					<description>So ein Nüßchen von Zitat aber auch! Allein schon das: -„die politische Belastung eines Objekts“- zu hinterdenken, kann einen die ganze Nacht kosten. Deshalb werde ich (kühn? tollkühn? dreist?) einfach ein anderes Zitat zurückwerfen. Wer will, kann sich - um da ein wenig Spannung reinzubringen - vorstellen, die Flugbahnen der beiden Zitate (&quot;her&quot; und &quot;hin&quot;) kreuzten sich an einem Punkt X - genau hier könnte es potentiell zu einer Karambolage kommen, will sagen: die Zitate prallen zusammen, zerschellen und stürzen ab (&quot;it´s raining verbs and phrases&quot;). Aus den am Boden verstreuten Splittern und Teilstücken ließen sich bestimmt 1-y  neue interessante Zitate montieren, die dann wieder geworfen werden könnten usw....  - okay:

&quot;Daraus ergibt sich eine neue Sicht des ich-liebe-dich. Es ist kein Symptom, es ist Aktion. Ich spreche, damit du antwortest, und die gewissenhafte Form der Antwort (der Brief) bekommt einen effektiven Wert, nach Art einer Formel. Es reicht also nicht aus, daß der Andere mir mit einem einfachen Signifikat antwortet, und sei es positiv (&quot;ich auch&quot;): das angesprochene Subjekt muß sich bereitfinden, das ich-liebe-dich, das ich ihm entbiete, zu formulieren, auszusprechen: Ich liebe dich, sagt Pelléas. - So wie ich dich, antwortet Mélisande. Die drängende Bitte von Pelléas (...) ergibt sich für das liebende Subjekt aus der Notwendigkeit, seine Liebe nicht nur erwidert zu sehen, dieser Erwiderung sicher zu sein usw. (...), sondern das auch bestätigt zu bekommen, mit einem Schlage, ganz, buchstäblich, ohne Ausflucht: keine syntaktische Ausrede, keine Variation: (ich will,) daß die beiden Worte einander ohne Rest entsprechen, Signifikant für Signifikant zusammenfallen (&quot;ich auch&quot; wäre das genaue Gegenteil einer Holophrase); worauf es ankommt, ist die physische, körperliche, labiale Aussprache des Wortes: öffne die Lippen, damit es hörbar wird (sei obszön). Was ich hartnäckig will, ist: das Wort bekommen.&quot;
(aus: Roland Barthes, Fragmente einer Sprache der Liebe)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ein Nüßchen von Zitat aber auch! Allein schon das: -„die politische Belastung eines Objekts“- zu hinterdenken, kann einen die ganze Nacht kosten. Deshalb werde ich (kühn? tollkühn? dreist?) einfach ein anderes Zitat zurückwerfen. Wer will, kann sich - um da ein wenig Spannung reinzubringen - vorstellen, die Flugbahnen der beiden Zitate (&#8221;her&#8221; und &#8220;hin&#8221;) kreuzten sich an einem Punkt X - genau hier könnte es potentiell zu einer Karambolage kommen, will sagen: die Zitate prallen zusammen, zerschellen und stürzen ab (&#8221;it´s raining verbs and phrases&#8221;). Aus den am Boden verstreuten Splittern und Teilstücken ließen sich bestimmt 1-y  neue interessante Zitate montieren, die dann wieder geworfen werden könnten usw&#8230;.  - okay:</p>
<p>&#8220;Daraus ergibt sich eine neue Sicht des ich-liebe-dich. Es ist kein Symptom, es ist Aktion. Ich spreche, damit du antwortest, und die gewissenhafte Form der Antwort (der Brief) bekommt einen effektiven Wert, nach Art einer Formel. Es reicht also nicht aus, daß der Andere mir mit einem einfachen Signifikat antwortet, und sei es positiv (&#8221;ich auch&#8221;): das angesprochene Subjekt muß sich bereitfinden, das ich-liebe-dich, das ich ihm entbiete, zu formulieren, auszusprechen: Ich liebe dich, sagt Pelléas. - So wie ich dich, antwortet Mélisande. Die drängende Bitte von Pelléas (&#8230;) ergibt sich für das liebende Subjekt aus der Notwendigkeit, seine Liebe nicht nur erwidert zu sehen, dieser Erwiderung sicher zu sein usw. (&#8230;), sondern das auch bestätigt zu bekommen, mit einem Schlage, ganz, buchstäblich, ohne Ausflucht: keine syntaktische Ausrede, keine Variation: (ich will,) daß die beiden Worte einander ohne Rest entsprechen, Signifikant für Signifikant zusammenfallen (&#8221;ich auch&#8221; wäre das genaue Gegenteil einer Holophrase); worauf es ankommt, ist die physische, körperliche, labiale Aussprache des Wortes: öffne die Lippen, damit es hörbar wird (sei obszön). Was ich hartnäckig will, ist: das Wort bekommen.&#8221;<br />
(aus: Roland Barthes, Fragmente einer Sprache der Liebe)
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aus den An(n)alen eines Kolumnisten &#8230; von Marcel</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=4#comment-4</link>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 01:16:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=4#comment-4</guid>
					<description>&quot;Ay señor, das machte man nicht zum Reingehen, sondern zum Rausgehen.&quot;

Ich suche in einer Buchhandlung nach einer besseren Übersetzung als die meine. Deine Mühen verdienten einen umfangreicheren Re:Kommentar, aber das Zitat para hoy wollte ebf. nicht &quot;herausrücken&quot;. So habe ich gezerrt und gezogen, Stunde um Stunde, und ich bin ganz überrascht, ein so mildes wie metapoetisches bei ihm gefunden zu haben: mise en abyme, Pessoa.

Für die Aufmerksamkeit + Mühe + Lesehilfe sei Dir gedankt !

m</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ay señor, das machte man nicht zum Reingehen, sondern zum Rausgehen.&#8221;</p>
<p>Ich suche in einer Buchhandlung nach einer besseren Übersetzung als die meine. Deine Mühen verdienten einen umfangreicheren Re:Kommentar, aber das Zitat para hoy wollte ebf. nicht &#8220;herausrücken&#8221;. So habe ich gezerrt und gezogen, Stunde um Stunde, und ich bin ganz überrascht, ein so mildes wie metapoetisches bei ihm gefunden zu haben: mise en abyme, Pessoa.</p>
<p>Für die Aufmerksamkeit + Mühe + Lesehilfe sei Dir gedankt !</p>
<p>m
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aus den An(n)alen eines Kolumnisten &#8230; von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=4#comment-3</link>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2006 22:17:31 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=4#comment-3</guid>
					<description>„Getrieben und gestachelt von der schieren Hitze, hob er sie her, ließ die mutandas(??) auf die Knie hinunter und bockte sie von hinten. Ahhh, mein Herr, sagte sie mit einem unheimlichen Seufzer, so etwas macht man nicht, weder um hineinzukommen noch um hinauszugehen.“ 
der spanischen sprache nicht mächtig und gar nicht vertraut mit den gepflogenheiten und justierungen Marquez´scher schule (trotz nobel - ich las ihn nie), versuchte ich mich doch an einer ungefähren übersetzung dieses angriffslustigen zitates (ob ich alles richtig verstanden habe?). daß mir die kniee etwas zitterten, war nicht weiter schlimm (ich saß auf einem stuhl). die ohren allerdings mußte ich mir mit wachspfropfen verstopfen, um gewisse penetrante untertöne des textes auszublenden. weitere bemerkungen erübrigen sich, das zitat spricht für sich selbst. yy (schweißgebadet: kampf mit wortschatz und grammatik!)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Getrieben und gestachelt von der schieren Hitze, hob er sie her, ließ die mutandas(??) auf die Knie hinunter und bockte sie von hinten. Ahhh, mein Herr, sagte sie mit einem unheimlichen Seufzer, so etwas macht man nicht, weder um hineinzukommen noch um hinauszugehen.“<br />
der spanischen sprache nicht mächtig und gar nicht vertraut mit den gepflogenheiten und justierungen Marquez´scher schule (trotz nobel - ich las ihn nie), versuchte ich mich doch an einer ungefähren übersetzung dieses angriffslustigen zitates (ob ich alles richtig verstanden habe?). daß mir die kniee etwas zitterten, war nicht weiter schlimm (ich saß auf einem stuhl). die ohren allerdings mußte ich mir mit wachspfropfen verstopfen, um gewisse penetrante untertöne des textes auszublenden. weitere bemerkungen erübrigen sich, das zitat spricht für sich selbst. yy (schweißgebadet: kampf mit wortschatz und grammatik!)
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Pascal &#38;amp;uuml;ber Montaigne von yemayerba</title>
		<link>http://www.marcelfrank.de/?p=3#comment-2</link>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2006 23:21:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.marcelfrank.de/?p=3#comment-2</guid>
					<description>Dies lesend denke ich, daß das Sterben (es gehört ja zu den Spielregeln!) auch heutzutage meist viel zu dilettantisch angegangen wird. Wo doch (wie schon Petrarca gesagt haben soll) ein schönes Sterben das ganze Leben ehrt. yy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dies lesend denke ich, daß das Sterben (es gehört ja zu den Spielregeln!) auch heutzutage meist viel zu dilettantisch angegangen wird. Wo doch (wie schon Petrarca gesagt haben soll) ein schönes Sterben das ganze Leben ehrt. yy
</p>
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